Neubau Zentralbahn AG, Stansstad

Bauherr

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Die Zentralbahn
Bahnhofstrasse 23, 6362 Stansstad

Architektur

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L2A Architekten AG
Untere Gasse 4, CH-3800 Unterseen-Interlaken

Baumanagement & Bauleitung

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SHB Architekten
Biregghofstrasse 1, 6005 Luzern

Baumanagement & Bauleitung

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Egli + Schelbert
Frankenstrasse 9, 6003 Luzern

Städtebau und Einbindung
Der Neubau ergänzt die bestehende städtebauliche Situation am Bahnhof Stansstad und setzt eine neue Höhendominante. Durch die Positionierung des Gebäudes wird der Bahnhofplatz räumlich gefasst und der öffentliche Raum zwischen den Gebäuden gestärkt. Das Gebäude ist als Solitär ohne „Rückseite“ konzipiert und bindet sowohl Strassen- als auch Gleisraum urban ein.

Nutzungskonzept
Im Erdgeschoss entstehen öffentlich zugängliche Nutzungen wie Gastronomie und Läden, die den Bahnhofplatz beleben. Die oberen Geschosse sind flexibel für Büroarbeitsplätze organisiert. Dank klarer Tragstruktur und Rasterung sind verschiedene Grundrissvarianten sowie zukünftige Nutzungsänderungen möglich.

Architektur und Aussenraum
Der massive Bau definiert den Bahnhofplatz neu und schafft einen identitätsstiftenden Ort. Der Platz wird durch einen Betonbelag, neue Fussgängerwege und Bäume gestaltet. Blumeneschen sorgen für Aufenthaltsqualität, Schatten und ökologische Vorteile. Ziel ist ein lebendiger, fussgängerfreundlicher Stadtraum.

Konstruktion und Materialien
Das Gebäude wird als Massivbau mit Ortbetondecken und Betonstützen ausgeführt. Backsteinmauerwerk sorgt für gute Energie- und CO₂-Bilanz sowie hohe Speichermasse. Lokales Holz, insbesondere Nidwaldner Lärche, wird für Fenster und Innenausbau verwendet. Die Bauweise ermöglicht hohe Flexibilität und gute Sanierbarkeit.

Fundation und Sicherheit
Aufgrund schlechter Bodenverhältnisse wird das Gebäude auf Pfählen gegründet. Die Erdbebensicherheit wird gemäss SIA-Normen über den Betonkern und aussteifende Deckenscheiben gewährleistet.

Energiekonzept und Nachhaltigkeit
Das Gebäude erreicht den Minergie-Standard. Wichtige Elemente sind:

  • kompakte Bauform und gute Wärmedämmung
  • Photovoltaikanlage auf dem Dach
  • Nutzung einer bestehenden Grundwasser-Wärmepumpe
  • Betonkernaktivierung (TABS) für Heizen und Kühlen
  • Free-Cooling über Grundwasser
  • bedarfsgeführte Lüftung mit CO₂- und Feuchtigkeitssensoren

Zusätzlich wird Abwärme aus Technikräumen gespeichert und zur Beheizung genutzt. Das Konzept setzt bewusst auf ein Low-Tech-Gebäude mit langlebigen, ressourcenschonenden Komponenten.